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HOLLABRUNN – Vor Kurzem fand am Klinikstandort Hollabrunn des Landesklinikums

Bericht

Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn eine Evakuierungsübung in enger Zusammenarbeit
mit der Freiwilligen Feuerwehr Hollabrunn statt, um im Fall der Fälle gut vorbereitet zu
sein.

Bei der Übung wurde das richtige Verhalten im Ernstfall realitätsnahe trainiert. Der Fokus bei
diesem Übungsszenario lag auf der Evakuierung eines simulierten, intensivpflichtigen
Patienten aus einem Patientenzimmer auf der Intensivstation. Als Patient fungierte eine
Beatmungspuppe, die mit Beatmungsgerät und Perfusoren, d.s. Dosierpumpen zur
kontinuierlichen Medikamentenverabreichung, versorgt war.

Unter fortlaufender, medizinischer Betreuung wurde der simulierte Patient in einen sicheren
Brandabschnitt gebracht und mittels Sauerstoffwandanschlusses die Beatmung am
Transportrespirator gesichert. Im nächsten Schritt erfolgte die Evakuierung mittels Drehleiter
der Feuerwehr über die Terrasse der Chirurgischen Abteilung. Der „Patient" wurde sicher zu
Boden gebracht und konnte dann in weiterer Folge an den Rettungsdienst übergeben werden.

„Das Übungsszenario verdeutlichte die Komplexität bei der Evakuierung eines
Intensivpatienten unter ständiger, medizinischer Versorgung. Dabei zeigte sich auch die
enorme Bedeutung von gut abgestimmten Abläufen und wie wichtig es ist, die Schnittstellen
zwischen Klinik-Personal und Freiwilliger Feuerwehr zu festigen", betont Primarius Dr. Hans-
Jürgen Bayer, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikstandort
Hollabrunn.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ubungsszenarios profitierten von der praxisnahen
Erprobung der Rettungswege und den veranschaulichten Rettungsmaßnahmen im Hinblick
auf die Evakuierung des „Patienten" aus der Gefährdungslage, denn im Ernstfall zählt jede
Sekunde.